Top 3 der holländischen Köstlichkeiten

Die Geschichte des ‚oliebols‘

Meinen Freunden in Deutschland kann ich keine größere Freude machen zu Silvester als ‚oliebollen‘ zu backen. Tatsächlich backe ich sie nicht, sondern frittiere sie. In Holland sagt man einfach ‚oliebollen bakken‘, was eine Tradition ist, die bis ins Mittelalter zurückgeht – eventuell sogar noch weit davor. Wahrscheinlich war der ‚oliebol‘ eine der Gaben, die die Bataven zu Beginn unseres Kalenders ihren Göttern zum Jahresende opferten, um sie zufrieden zu stellen.

Durch seinen hohen Fettanteil und den damit verbundenen kalorischen Wert beschützte der ‚oliebol‘ im Winter vor Kälte. Im späten Mittelalter war es Tradition, um ärmere Mitbürger zu Neujahr mit einem ‚oliebol‘ zu beglückwünschen.

Allerdings backte man derzeit eher flache ‚oliekoeken‘, wozu man meist Rapsöl verwendete. Erst als zu Beginn des 17. Jahrhunderts, als man durch die verbesserte Wirtschaft, mehr und hochwertigeres Olivenöl in den Niederlanden erhielt, bekamen sie ihre runde Form und wurden sie zu ‚oliebollen‘.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden sie in den Niederlanden zur Silvestertradition, wobei man sie auch das ganze Jahr über auf Jahrmärkten oder an den Marktständen in großen Städten finden kann.

Meid met oliebollen von Aelbert Cuyp 1652
Meid met oliebollen von Aelbert Cuyp 1652

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4. Advent

4. Advent mit der Familie

Es war noch leicht dämmrig, als Herr Klausmann zum ersten Mal alles vier Kerzen an seinem Adventskranz anzündete. Früher war ihm nicht aufgefallen, dass die Holzdielen der Wohnung über ihm knarrten, wenn man darüber lief. Jetzt hörte er die Schritte, wenn Max und Lotte vor Begeisterung durch seine ehemalige Kanzleiwohnung liefen. Wahrscheinlich würden sie nachher zu ihm herunterkommen, um ihm zu helfen, das Frühstück zu machen.

Es war viel passiert seit dem letzten Wochenende. Alexander und Johanna wohnten jetzt mit den Kindern über ihm. Am Montag kamen die restlichen Möbel aus der Dreizimmerwohnung in Grunern. Es waren nicht viele, denn die Wohnung war schon lange viel zu klein gewesen. Herr Klausmann hatte sie vor vielen Jahren gekauft und später Alexander überschreiben, als der aus Indonesien zurückgekommen war. Dort hatte er seine ersten Erfahrungen als Software Entwickler gemacht, bevor er sich mit einer eigenen Firma im Freiburger Süden gefestigt hatte.

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3. Advent: Weihnachtsvorbereitung

Weihnachtsgeschenke

Mit seiner Tasse Kaffee in der Hand schaute Herr Klausmann auf seinen Kalender an der Wand. Es war Freitag heute, Freitag vor dem 3. Advent. Für Marie immer ein besonderer Tag. Sie hatte jedes Jahr, genau an diesem Tag alle Weihnachtsgeschenke eingekauft und eingepackt. Herr Klausmann tat ihr das in den letzten 5 Jahren nach. Mit Freude zog er durch die Spielzeugläden, um seinen beiden Enkel eine ganz besondere Freude zu machen. Max wollte unbedingt einen interaktiven Roboter von Lego und Lotte hatte sich ein Schloss von ‚Frozen‘ gewünscht. Beides stand jetzt in großen Paketen in seinem neuen Schlafzimmer in der Erdgeschosswohnung, fertig eingepackt neben den Büchern von Alexander und Johanna. Das waren zwei Bildbände: ‚Die 100 Highlights von New York‘ für Johanna und ‚Im wilden Patagonien‘ für Alexander. Zum Spaß legte er beiden, sowie jedes Jahr, auf eine willkürliche Seite im Buch noch einen 100-Euro-Schein dazu. Alles hatte er selber festlich eingepackt. Nur am Format erkannte er noch, welches Buch er seinem Sohn und welches seiner Schwiegertochter überreichen musste. Die Geschenke von Max und Lotte waren deutlich am Geschenkpapier zu erkennen.

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2. Advent

Ein weiterer Anruf der Gräfin

Es war Samstagmorgen halb neun, die Wohnung von Herr Klausmann duftete nach frischen Brötchen und heißem Kaffee. Herr Klausmann saß über der Frankfurter Allgemeinen zu einem ausgiebigen Frühstück in der Küche. Wie er es mit Marie immer getan hatte. Es war der 2. Advent.

Er hatte den ersten, heißen  Schluck Kaffee hinuntergeschluckt, als das Telefon im Arbeitszimmer einen Anrufer meldet. Das konnten die Kinder sein. Um ihn zu fragen ein paar Einkäufe mitzubringen. Wie jeden Samstag aß er abends bei Alexander und Johanna.

„Kanzlei Klausmann und Söhne, was kann ich für Sie tun?“

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1. Advent

Anruf einer Unbekannten

„Das gibt’s doch nicht!!!“

Herr Klausmann hielt nur noch die Öse der Christbaumkugel zwischen Zeigefinger und Daumen und sah abwechselnd von den Scherben vor seinen braunen Schnürschuhen zum Telefon auf dem Sekretär.

Ernsthaft überlegte er sich, ob die Kugel durch das Klingeln des Handys aus seiner Hand gerutscht war. Oder durch seine Schusseligkeit.

„Kanzlei Klausmann und Söhne, was kann ich für Sie tun?“

„Guten Morgen, mit wem spreche ich?“

Das konnte er gerade noch gebrauchen. Vor Weihnachten wollte er keine neuen Aufträge mehr annehmen, schon gar nicht von einer älteren Dame mit ihrer lauten Stimme kurz vor dem 1. Advent. Er hatte sich vorgenommen, den Weihnachtsbaum zu schmücken, denn das tat er grundsätzlich Anfang Dezember. Abends würden seine Enkelkinder zum Pfannkuchen Essen kommen. Read more

Zeit für Meer in Holland

Wandkalender und Armbanduhren sind seit der ständigen Verwendung unserer Smartphones eigentlich total aus der Mode. Der jährliche Wandkalender mit den Urlaubsbildern unserer Gäste ist jedoch ein großer Renner. Die ersten Bestellungen gehen meist schon Ende September bei uns ein. So auch dieses Jahr. Die dritte Auflage heißt ‚Zeit für Meer‘ und liegt im Augenblick bei unserem Hausdrucker. Wir können es kaum erwarten, das erste Exemplar in Händen zu halten.

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Bier aus Holland

‚Im Prinzip gibt es nur zwei Sorten Bier: Leckeres und ekliges.‘

Diesem Spruch von Peter van der Arend* kann ich mich nur anschließen. Denn ich sag es gerne, ich trinke lieber Bier als Wein.

Zum internationalen Tag des Bieres genehmige ich mir ein Schlückchen. Biertrinker feiern ihn jährlich am ersten Freitag im August. Der deutsche Tag des Bieres ist allerdings am 23. April. An diesem Tag wurde 1516 die bayerische Landesordnung erlassen.

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Vom Schnappschuss zum Abschluss

Pling… mein Computer meldet sich mit dem Signal, dass eine E-Mail in meinem Postfach gelandet ist. Eigentlich habe ich durch den Stapel Arbeit und einige Punkte auf meiner To-Do-Liste gar keine Zeit, sie mir anzuschauen. Nur ein kurzer Blick und ich sehe, dass sie von Petra ist, mit der Bitte – am besten noch gestern – die neusten Bilder von der Ferienunterkunft Senny zu bearbeiten. Sie hat sie in der Cloud gespeichert. Ein kurzer Blick sagt mir, dass ich wieder viel Arbeit damit habe. Die Eigentümerin der Wohnung wünschte sich, dass wir auf der Webseite neue Bilder von den Schlafzimmern veröffentlichen. Read more

Woher kommt Genever

Wer kennt ihn nicht? Den Genever. Und wer weiß schon, woher der Genever kommt oder dass seine Wurzeln in Schiedam liegen?

Heute machen mein Mann und ich uns auf den Wag nach Schiedam. Es wundert mich, dass ich jahrelang bei meiner Oma in Rotterdam war und wir niemals nach Schiedam gefahren sind. Schiedam liegt direkt westlich von Rotterdam und hat eine gute Anbindung an die größte Stadt Süd-Hollands. Die Geschichte von Schiedam ist fast genauso interessant  – wenn nicht sogar interessanter – wie die von Rotterdam. Die Innenstadt von Schiedam ist im 2. Weltkrieg so gut wie verschont geblieben. Daher gibt es hier neben den Windmühlen hunderte von historischen Gebäuden und Museen, alle einzigartig in ihrer Art.

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