Alkmaar

Alkmaar ist nicht nur Käsemarkt, sondern eine Stadt die verzaubert. Habt Ihr schonmal ‚Alkmaar‘ gegoogelt? Das erste was Euch angezeigt wird, ist der Käsemarkt. Natürlich gehört er zu Alkmaar, aber es gibt noch einiges zu entdecken oder zu erleben. Von Noordwijk aan Zee sind es nur 69 km über die A9.

Fakten über Alkmaar

Alkmaar zählt offiziell über 100.000 Einwohner und ist eine Großstadt, allerdings eine ruhige Großstadt. Dieses Gefühl habe sich bei meinen zahlreichen Besuchen, noch nie gehabt. Ich habe Alkmaar immer als ruhige sympathische Stadt empfunden, trotz der vielen Niederländern und touristischen Besuchern. Ich möchte ganz kurz was über den Käsemarkt erzählen. Das rege Markttreiben findet immer Freitagvormittag statt und ist nach ca. 3 Stunden beendet. Es begeistert genauso Erwachsene wie Kinder und lockt die Massen Freitag nach Alkmaar. Die Sehenswürdigkeiten findet Ihr alle im historischen Stadtkern.

Grachtenfahrten

Ich finde der erste Eindruck zählt und den mache ich mit Euch vom Wasser aus. Gleichneben dem Waagplein (der Platz auf dem auch der Käsemarkt stattfindet) ist einer der Anlegeplätze für eine Grachtenrundfahrt. Wann die Grachtenrundfahrten durchgeführt werden, könnt Ihr auf der Webseite nachlesen oder direkt vor Ort auf einer Uhr sehen. Die Boote haben kein Dach, wieso erfahrt Ihr gleich. Ob Sie auch bei schlechtem Wetter fahren kann ich Euch nicht sagen. Zuerst geht es rückwärts zum Hauptplatz Waagplein, um dann vorwärts durch einen kleinen Kanal raus aus der Innenstadt zu gelangen. Dabei wurden wir von unserer Bootsführerin, die alles in mehreren Sprachen erklärte, gleich auf den ersten Höhepunkt hingewiesen. Das grüne Huis Met de Kogel (Haus mit der Kugel) ist eines der ältesten Gebäude der Stadt und erinnert an den Achtzigjährigen Krieg, während dessen eine Kanonenkugel das Haus traf und außen stecken blieb. Noch heute kann man sich an der Außenfassade von diesem historischen Ereignis aus dem Jahr 1573 überzeugen.

Kopf einziehen

Danach geht es im Uhrzeigersinn weiter mit der Fahrt um die Innenstadt. Dabei kommt man an den wichtigen Sehenswürdigkeiten Accijnstoren, De Molen van Piet und der Laurenskerk vorbei.  Neben diesen Orten gab es für mich aber natürlich auch noch andere interessante Beobachtungen: Die teils sehr modernen Wohnungen entlang der Grachten sehen großteils fantastisch aus und ich würde da gerne selber wohnen.  Auch die typisch niederländischen Häuser mit ihrer schiefen Fassade und den schönen Verzierungen sind wie in Amsterdam ein echter Blickfang. Einen Umstand, den ich noch bei keiner Bootsfahrt erlebt habe, möchte ich euch keinesfalls enthalten. Durch die enorm niedrigen Brücken ist es während der Fahrt schonmal notwendig, den Kopf einzuziehen. Die Bootsführerin warnte jedes Mal davor und das zurecht: der Abstand zwischen geducktem Kopf und Brücke betrug teilweise nur wenige Zentimeter! Kinder haben dabei einen Riesenspaß.

Windmühle

Auf der gesamten Westseite der Innenstadt ist eine Parklandschaft angelegt, an deren südlichem Ende die wunderschöne Windmühle De Molen van Piet steht. Ursprünglich hieß die Mühle De Groot, nach dem Verkauf 1884 an Cornelis Piet erfolgte aber die bis heute bekannte Umbenennung. Leider kann man das Bauwerk nicht von innen besichtigen, da die Mühle privat bewohnt wird. Ein Foto lohnt sich.

Ein sehenswerter Glockenturm in Alkmaar

An der östlichen Grenze der Innenstadt ist der Backsteinturm Accijnstoren mit seinem kleinen Glockenturm ein echter Blickfang. Früher befand sich darin eine Art Finanzamt, wo zu importierende Waren deklariert werden mussten – für die Stadt stellte dies eine wichtige Einnahmequelle dar. 1924 musste der Turm wegen einer Erweiterung der Kaianlage um einige Meter versetzt werden.

Stadtbummel

Perfekt zum Umherschlendern eignen sich zwei Einkaufsstraßen, die teilweise auch Fußgängerzone sind. In der Langestraat findet ihr die großen bekannten Ketten, während es in der parallel verlaufenden und etwas ruhigeren Shoppingmeile Laat eine Menge an kleineren Geschäften zu entdecken gilt. Zahlreiche Straßencafés laden an vielen Ecken dazu ein, einfach mal eine Pause einzulegen und in der Sonne das Treiben der Umgebung auf sich wirken zu lassen. Neben den großen Einkaufsstraßen dürft ihr natürlich auf keinen Fall auch die liebevollen kleinen Gassen übersehen, wo sich weitere spannende Lokale und Pop-up-Stores aneinanderreihen. Vom historischen Fischmarkt (Vismarkt) sind heute zwar nur noch die länglichen Verkaufshallen erhalten geblieben, es lohnt sich aber trotzdem, zum Anschauen und Zurückdenken an die vergangene Zeit durchzugehen.

Essen und Trinken, darf natürlich auch nicht fehlen.

Essen und Trinken hat mir in Alkmaar wirklich Spaß gemacht. Sehr empfehlen kann ich euch das Restaurant Wolf Hotel Kitchen & Bar (Mient 3). Die hausgemachten Spareribs waren unbeschreiblich zart und schmackhaft! Eine Kaffeepause in kreativem Umfeld ist im Kowalski Comfort Store (Fnidsen 56 / Luttik Oudorp 117) möglich. Dort sitzt man auf bzw. zwischen Designstücken, die man auch gleich kaufen kann. Wir haben uns aber mit einem Bananenbrot, Oma Kowalskis Appeltaart und einem grandiosen Espresso  zufriedengegeben. Für den Hunger zwischendurch sind wir kurz in den Kiosk Hoogland Vis (Laat 130) auf der Einkaufsstraße Laat eingekehrt, wo wir das niederländische Fischgericht Kibbeling mit einem Glas Weißwein genossen haben. Wenn ihr nur auf der Suche nach einem netten Bierlokal seid, schaut am besten zum Proeflokaal De Boom (Houttil 1) unweit des Platzes Waagplein. Im dortigen Gebäude ist das Biermuseum untergebracht, das wir allerdings nicht besichtigt haben. Dafür kann man im dazugehörenden Lokal und einem kleinen Hausboot vor der Tür verschiedene Biere testen.

Fazit

Laßt Euch auch von Alkmaar verzaubern und entdeckt es auf Eure Weise. Ich habe Euch heute vielleicht ein paar Anhaltspunkte gegeben. Wenn Ihr noch mehr über Stadtausflüge erfahren wollt von mir, es gibt noch etwas von Gouda oder Haarlem zu lesen.

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